HULK [Filmkritik]
Kraft, rasende Wut und das Gefühl von absoluter Freiheit spürt der Wissenschaftler Bruce Banner (ganz nett: Eric Bana/"Black Hawk Down") immer dann, wenn er dank einer Überdosis Gammastrahlen zu dem grünen Titan Hulk mutiert und seine Umwelt kurz und klein kloppt. Kein Wunder, dass die US-Army, die schon seinen Vater David (Nick Nolte) im Visier hatte, heiß ist auf das sich selbst heilende Kraftpaket. Einzig Forscherkollegin Betty (supersüß, aber ständig am flennen: Jennifer Connelly) kann dem Monster Einhalt gebieten ...
Nach "Spiderman" (ganz okay), "X-Men" (durchwachsen) und "DareDevil" (richtig mies) stürmt mit "The Incredible Hulk" ein weiterer Marvel-Comicheld die Kinos. Von der Idee her ist diese Superheldengeschichte jedoch näher an Frankenstein als an einer modernen Rächersaga der Marke Superman, spielt mit den atomaren Ängsten der 60er und 70er Jahre und recycelt nebenher geschickt den klassischen Horrorfundus von King Kong bis Dr. Jekyll & Mr. Hyde. Trotzdem enttäuscht die Leinwandadaption von Ang Lee. Der taiwanesische Filmemacher, in der Vergangenheit zuständig für feinfühlige Kinoepen wie "Sinn und Sinnlichkeit" und "Tiger & Dragon", räumt der Verwandlung seines Helden zu viel Raum ein, verzettelt sich in wirren Psychogrammen und vergisst ob seiner gemächlichen Erzählweise völlig, einen soliden Spannungsbogen zu zimmern.
Quälende Rückblenden reizen die Konzentrationsspanne der Zuschauer aus, die Charaktere labern wie in den schlimmsten Beziehungsdramen, das Abenteuer kommt nicht aus dem Quark. Da vermag selbst das Finale, in dem der große grüne Mann Panzer und Hubschrauber vermöbelt und halb San Francisco in Schutt und Asche legt, nichts mehr zu reißen. "Hulk" langweilt trotz innovativer Optik (eine entfesselte Kamera erzählt den platten Plot mit comichaften Bubblegumbildern, witzigen split screen-Einstellungen und tadellosen Spezialeffekten). Ein Streifen, den man am Besten gleich wieder vergisst.
Nach "Spiderman" (ganz okay), "X-Men" (durchwachsen) und "DareDevil" (richtig mies) stürmt mit "The Incredible Hulk" ein weiterer Marvel-Comicheld die Kinos. Von der Idee her ist diese Superheldengeschichte jedoch näher an Frankenstein als an einer modernen Rächersaga der Marke Superman, spielt mit den atomaren Ängsten der 60er und 70er Jahre und recycelt nebenher geschickt den klassischen Horrorfundus von King Kong bis Dr. Jekyll & Mr. Hyde. Trotzdem enttäuscht die Leinwandadaption von Ang Lee. Der taiwanesische Filmemacher, in der Vergangenheit zuständig für feinfühlige Kinoepen wie "Sinn und Sinnlichkeit" und "Tiger & Dragon", räumt der Verwandlung seines Helden zu viel Raum ein, verzettelt sich in wirren Psychogrammen und vergisst ob seiner gemächlichen Erzählweise völlig, einen soliden Spannungsbogen zu zimmern.
Quälende Rückblenden reizen die Konzentrationsspanne der Zuschauer aus, die Charaktere labern wie in den schlimmsten Beziehungsdramen, das Abenteuer kommt nicht aus dem Quark. Da vermag selbst das Finale, in dem der große grüne Mann Panzer und Hubschrauber vermöbelt und halb San Francisco in Schutt und Asche legt, nichts mehr zu reißen. "Hulk" langweilt trotz innovativer Optik (eine entfesselte Kamera erzählt den platten Plot mit comichaften Bubblegumbildern, witzigen split screen-Einstellungen und tadellosen Spezialeffekten). Ein Streifen, den man am Besten gleich wieder vergisst.
FILMKRITIK (KINO) im vampster-Archiv
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Um hier mal ein Zitat von meinem alten Geschichtelehrer zweckzuentfremden: Heavy Metal ist Quellenarbeit!